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NIVEA FÜR MICH Magazin – Frühling 2017

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Sei mutig! Neues wagen, sich verändern, anderen helfen – warum Courage uns Kraft gibt und das Leben bereichern kann.

MEIN LEBEN Der große

MEIN LEBEN Der große Sprung Imke (44), zog aus der DDR-Kleinstadt nach Paris. Imke Eichelbaum wurde in der DDR im kleinen Ort Eberswalde (Brandenburg) geboren und wuchs in Jessen (Sachsen-Anhalt) auf. Kindheit und Teenagerzeit waren schön und fröhlich, Landleben eben. Fernweh hatte sie nie, „Reisen gingen ja nicht.“ Sie war begabt und durfte als einziges Mädchen von nur deri Schülern aufs Gymnasium, was im DDR-Schulsystem nicht selbstverständlich war, da mit dem Abitur ein Studienplatz garantiert wurde. „Meine beste Freundin musste trotz guter Noten von der Schule abgehen, weil die anderen Plätze Jungs bekamen“, erzählt die heute 44-Jährige, die Russisch und Englisch als Sprachfächer hatte. Als sie gerade in die 11. Klasse gestartet ar, el die Mauer Eine irritig auregende Zeit begann. Imke machte Abitur und ging direkt zum Studium der Germanistik- und Soziologie nach Braunschweig in Niedersachsen, wo es keine -an und keinen öentlichen Flughafen gibt. Die kleine mittelalterliche Stadt „war nicht ganz so weit weg von Zuhause und von einer Größe, die ich mir zutraute“, so die heutige Wahl-Hamburgerin. Nach einigen Semestern merkte sie, dass sie die Welt kennenlernen wollte und ging zu einer Au-pair-Agentur. Wenig ster stand sie mit einem Koer am Pariser Hauptbahnhof, 20, ganz allein und mit klopfendem Herzen. „Ich hatte eigentlich keine große Angst, aber mich in dieses Millionenstadt-Wirrwarr zu stürzen, erforderte meinen ganzen Mut. Schließlich war ich das erste Mal im Ausland und sprach kaum Französisch.“ Sie blieb zunächst im Wohnheim der Au-pair-Vermittlung, um sich bei Familien zu bewerben. Eine Woche später hatte sie eine eigene kleine Wohnung und drei Kinder zu betreuen. Ein Jahr lang arbeitete Imke in dem Haushalt, besuchte einen Sprachkurs und genoss die quirlige Stadt an der Seine. „Das war genau das Richtige“, so die Senior Projektmanagerin heute. „Danach war ich selbstständig und erwachsen.“ Für die Liebe „Im Frühling 2014 lernte ich Michi auf einer Party kennen. Er plante, im September für acht Monate nach Australien zu gehen. Aus unserer Sommerliebelei sollte nichts Ernstes werden, damit niemand verletzt wird. Da waren wir uns einig. Eine oe or seinem Aug urde uns klar, dass ir uns doch verliebt hatten. Dass wir uns acht Monate nicht sehen können, mate uns Angst ir das saen rden Ich hörte auf mein Gefühl, entschied mich, mein Studium zu unterbrechen und ihm zu folgen. Fünf Monate später stieg ich in den Flieger und hatte keine Ahnung, was mich erwartet. Als er mich in Sydney vom Flughafen abholte, war das der Beginn unserer großen Reise. Seither sind wir glücklich zusammen und wohnen seit Juli 2016 in Hamburg. Für diesen Mann um den alen lous u iegen, ar das Mutigste, as i e gemacht habe. Und die beste Entscheidung meines Lebens.“ Sophia (28), Junior Art Director, Hamburg. 8 NIVEA FÜR MICH | Frühling 2017

MEIN LEBEN Britta (49) lebt mit Mann und Tochter (21) in Österreich, arbeitet als Buchautorin, Expertin für Hochsensibilität und Humanenergetik. Ihr Sohn (23) studiert in Hamburg. VERTRAUEN IN SICH SELBST Psychotherapeutin Magistra Martina Pittner aus Oberwart in Österreich über die Bedeutung des Mutigseins. Foto: Beiersdorf; Illustrationen FAKTOR 3 Design Der Herzensweg „Meine Tochter Antonia war von der ersten Minute an aullig ie rte versicherten, sie sei gesund. Als Kleinkind war sie zerbrechlich, schrie oft mehrmals in der Nacht wie am Spieß, krnkelte, el in, ir aren ilos Zuhause und im Kindergarten zeigte sie autistische Züge, man wusste nicht mit ihr umzugehen. Als sie vier war, bescheinigte ein Kinderpsychologe ihre überdurchschnittliche Intelligenz und diagnostizierte ADS, das Aumerksamkeitsdeitsndrom Er verschrieb ein Medikament. Das wollte ich nicht. Ich wollte meinem doch gesunden kleinen Mädchen keine Medikamente geben. Meine innere Stimme sagte mir, dass das etwas anderes ist. Ich begann, ihr abends die Hand aufzulegen. Ich weiß, dass das für viele Menschen komisch klingt. Es ging mir erst nicht anders. Aber ich machte es einfach, jeden Tag einige Minuten vorm Schlafengehen. Sie wurde immer ruhiger. Dabei veränderte auch ich mich. Bislang bestand meine Welt aus Zahlen, viele Jahre arbeitete ich schon in der Bankenbranche. Analytisch und rational. Dabei kann ich mich erinnern, dass ich schon als Kind bestimmte Dinge wahrnehmen konnte, was meine Mutter mit der Bemerkung „du hast aber Fantasie ...“ abtat. Es gibt Gaben, die wir nicht erklären können. In der Zeit mit Antonia begann ich, meiner inneren Stimme zunehmend Gehör zu schenken und konnte Mut fassen, meinen Herzensweg zu gehen. Nach vier Wochen sprach mich die Erzieherin an, Antonia sei wie ausgewechselt, das Medikament, (das sie nie bekommen hat) scheine zu wirken. Ich lernte mehr über mich und diese andere Welt, ließ mich zur Reiki-Meisterin ausbilden, obwohl ich früher dachte, das sei ein Kampfsport. Danach lernte ich systemische Ich möchte Eltern Mut machen, auch andere Wege zu wagen. Familienstellen und Kinesiologie. 2003, da war Antonia acht, kündigte ich bei der Bank, trotz Existenzängsten. Mein Mann unterstützte mich, denn er sah, wie seine Tochter glücklich heranwuchs und 2015 erfolgreich Abitur machte. Heute wissen wir, dass sie hochsensibel ist und können damit umgehen. Ich möchte anderen Eltern Mut machen, über andere Wege als Medizin nachzudenken, sich inspirieren lassen. Dass wir einen alternativen Weg gefunden haben, ist ein Riesengeschenk. Was bedeutet Mut aus psychologischer Sicht? Mut ist etwas, das uns aus dem Inneren heraus bewegt und antreibt. Es ist das menschliche Zutrauen in die Zukunft und der Glaube an sich selbst auch wenn die Konsequenzen und das Risiko des Scheiterns ungewiss sind. Mut zu haben, ist daher eine Frage der positiven Einstellung zu sich, zu den eigenen Stärken und Fähigkeiten. Mut ebnet den Weg für Neues und ist das Vertrauen in sich selbst. Was ist Mut im Allgemeinen? Eine menschliche Fähigkeit, ein Potenzial, das jeder Mensch besitzt. Es ist vor allem eine Kraft, die sich nutzen lässt, um im Leben etwas zu verändern und schwierige Situationen zu überwinden. Wer Mut hat, hat Zuversicht, dass er sein Ziel erreicht und mit Schwierigkeiten umgehen kann. Das ist eine Frage des Selbstvertrauens. Und wann beginnt Übermut? Wenn Angst ignoriert wird. Mutig ist nur, wer seine eigenen Grenzen kennt und beachtet. Sind Männer mutiger als Frauen? Nein. In uns allen stecken Heldinnen und Helden. Sowohl Männer als auch Frauen sind talentierte Menschen, die mit festem Entschluss und Mut etwas bewegen und durch Willen und Weitblick über sich hinauswachsen können. Auch, wenn es darum geht, Zivilcourage zu zeigen, also etwa jemandem zu helfen. Dann sind Frauen und Männer unbedingt gleichermaßen mutig. NIVEA FÜR MICH | Frühling 2017 9

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